Restaurant Esszimmer in Mittelbiberach: Genuss aus der Regio-Box

Bruderkalb und Bio-Kartoffel: Das Restaurant Esszimmer aus Mittelbiberach steigt ins Geschäft mit Genuss-Boxen ein. Geliefert werden nur komplett verarbeitete Tiere und Gemüse. Sehr, sehr lecker.
Simon Kaiser Esszimmer

Restaurant Esszimmer in Mittelbiberach: Genuss aus der Regio-Box

Bruderkalb und Bio-Kartoffel: Das Restaurant Esszimmer aus Mittelbiberach steigt ins Geschäft mit Genuss-Boxen ein. Geliefert werden nur komplett verarbeitete Tiere und Gemüse. Sehr, sehr lecker.
  • Simon Kaiser vom Restaurant Esszimmer kocht nach dem Nose-to-Tail Prinzip.
  • Für das Fleischmenü werden Bruderkälber aus Hohenlohe oder Lämmer von der Alb verarbeitet.
  • Auch vegetarisch funktioniert der ganzheitliche Ansatz

Kochen. Verpacken. Verschicken. Für Simon Kaiser aus der Küche des Biberacher Restaurant Esszimmer hat sich der Arbeitsablauf ganz schön verändert. Was aber gleichgeblieben ist: der Anspruch, vor allem Zutaten aus der schwäbischen Umgebung auf ein neues Genussniveau zu heben. So entstanden zwei Genussboxen, die es in sich haben. Eine, für Fleischesser:innen, vom Bruderkalb; eine, für alle anderen, von der oberschwäbischen Kartoffel.

Die Box kommt, wie es bei anderen Restaurants dieser Güte auch so ist, mit einigen Tagen Lieferdauer ab Bestellung. Der Grund ist, vor allem bei der Fleischbox, auch schnell klar: Simon Kaiser verarbeitet nur das ganze Tier. From Nose to tail eben. Erst, wenn das aufgearbeitet ist, kann er die Boxen packen.

Das Prinzip Bruderkalb

Das warten lohnt sich aber. Aus zwei Gründen: Mit den Bruderkälbern aus Hohenlohe verarbeitet Kaiser außerordentliches Kalbfleisch; die Kälber wachsen auf Demeter- und Bioland-Höfen in Hohenlohe mit ihren Müttern auf, was in der heutigen Landwirtschaft eine absolute Ausnahme ist und zurecht gerade erst mit einem tollen Preis bedacht wurde. Zweiter Grund: Die Box enthält so viel, dass es eine Wonne ist.

Neben Goldstücken wie dem trocken gereiften Kalbskotelett und zwei Schnitzeln samt Zutaten für Wiener Schnitzel, hat Simon Kaiser natürlich auch seine Küche angeworfen. Herausgekommen sind pro Kiste fünf Fleischpflanzerl, hervorragend übrigens zu den mitgelieferten Dill-Gürkchen und dem Senf mit Albkräutern, zwei ausgewachsene Portionen Chili con Carne und zwei ebensolche vom Kalbsgulasch und ein vertrauenserweckend üppiges Glas Terrine. Nicht zu vergessen Ravioli mit Haxenfüllung und allerlei Soßen und Fonds. 

Und das geht auch vegetarisch?

Nose to tail geht nur beim Tier? Quatsch. Geht auch mit Gemüse und heißt dann Leaf to root. Meint aber das gleiche: Ein Gemüse wird nicht so lange tourniert, bis ein Teil veredelt und einer entsorgt wird – sondern komplett verarbeitet. Das klingt bei der oberschwäbischen Kartoffel zunächst maximal unspektakulär. Ist aber, wenn Simon Kaiser es angeht, das exakte Gegenteil.

Im Fall der Box kommt die Kartoffel ganz unkartoffelig dahergerollt: als Gulasch, als Tortilla, als ganz entzückende Gnocchi und die Schalen als Chips. Dazu grüßen allerelei Dips, Soßen und ein Allgäuer Hartkäse aus dem Karton.

Besser zwei bestellen

Das alles ist nicht nur so betörend lecker, dass man mit dem Auflösen der Konfusion im Kopf, in welcher Reihenfolge man Oberschwaben nun vernaschen soll, ganz schön beschäftigt ist. Es kommt auch überaus schmuck gestaltet daher. In stilvollen Gläsern, schön sauber und mit reichlich Zubereitungstipps versehen angeordnet. Kleines Highligt: Die beiden Cuvees vom biologisch arbeitenden Remstal-Winzer Moritz Haidle. Eine rote, ein weiße. Schon deswegen empfehlen wir: nicht lang grübeln, ob man nun die Kalb- oder die Kartoffelbox bestellt. Sondern beide nehmen. Die Inhalte lassen sich nämlich auch hervorragend kombinieren. 

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